Re: JUNG und MUNDT aus Reinfeld und Karlswalde

Markuus Jung, Montag, 31.01.2011, 23:50 (vor 5552 Tagen) @ Jürgen Mundt

Hallo Jürgen,

ist ja doof - bin jetzt zu Hause und kann nur als Markus Jung antworten, wenn ich den Namen modifiziere (hier Markuus), weil es angeblich den mit einfachem u in Markus schon gibt - was für ein Wunder ! Also sei nicht irritiert ;-)

Ich bin zunächst von der Flut an Information, die ich hier heute aufgrund einer einfachen, kindlich naiven Anfrage hin erhalten habe, überwältigt und muß dies erst einmal verarbeiten !

Mich beschäftigt mit zunehmenden Alter immer mehr die Frage, welches Schicksal meine Großväter ereilt hat. Das heisst, in groben Zügen sind mir diese zwar bekannt, denn mein Opa mütterlicher seits war Angehöriger der Wehrmacht und bis 1943 im Panzerzug 51 unterwegs, bis er wegen Tuperkulose entlassen wurde und zu Hause im August 1944 an den Folgen der offenen Tuperkulose verstarb. Auch die Heimat war mir geographisch bekannt durch diverse Dokumente (Sassenburg, Kreis Neustettin).

Aber von meinem Opa väterlicher seits war mir lange nichts bekannt - nur, dass er eben von den Russen irgendwann und irgendwo verschleppt wurde. Erst durch ein von meiner Tante erstelltes Memo zum 90. Geburtstag von meiner Oma Herta, erfuhr ich etwas mehr. In diesem Memo sind aber auch kleine Fehler. So wird das Geburtsjahr von Gottfried Mundt mit 1880 und von Ernestine Mundt, geb. Matter mit 1890 angegeben. Durch Odessa weiß ich jetzt, es waren die Jahre 1883 und 1892. Ich schaue gerade auf ein Bild (gedruckte Version) welches Gottfried und Ernestine zeigt. Vielleicht sogar ein Hochzeitsbild. Ich habe ein weiteres, welches Gottfried in Uniform zeigt - vermutlich 1. Weltkrieg.

Zurück zu meine Oma Herta. In dem Memo heisst es, dass meine Oma Herta mit vier Schwestern aufwuchs. Als 1942 die Wehrmacht das Gebiet eroberte, wurde ein Treck aus den Bewohnern von 28 umliegenden Dörfern zusammnen gestellt und ins Deutsche Reich geschickt (da war mein Opa Leopold schon längst durch die Russen interniert). 1943 wurden sie dann im Wartegau angesiedelt. Als 1945 die russischen Truppen immer dichter vorrückten, flüchteten sie weiter nach Quedlinburg (ehem. DDR). Nach meinem Wissen war dann aber meine Oma Herta die einzige, die unerlaubt die Flucht nach Westdeutschland riskierte. Die Geschwister wurden von den Russen irgendwann nach Duschanbe (ich glaube im Kaukasus) umgesiedelt. Ich muß mal meine Eltern nach den Namen fragen, denn meine Oma hat es in den späten 80zigern oder Anfang der 90ziger geschafft, alle hier nach Emlichheim zu holen. Die eine hieß z. B. "Tante Elzbeth" ... aber das bekomme ich raus wenn Du möchtest !

Ja, stellt sich die Frage, wo wir unsere Gemeinsamkeiten her haben. Bei deinen Nachnamen liegt der Verdacht ja Nahe, dass wir entfernte Verwandte sind. Muß wohl nur um ein paar Ecken sein, denn offentsichtlich hatten Gottfried und Ernestine nur Töchter !

Na ja, leider weiß ich über das Schicksal meines Opas und die genaueren Umstände seines Todes noch nicht mehr (geschweige denn seine Ruhestätte), aber mir sind ein paar gute Wege aufgezeigt worden, weiter aktiv zu bleiben. Gerne würde ich mehr von meinen bzw. unseren Wurzeln erfahren. Wenn Du möchtest, dann schreibe doch ein paar Zeilen !

LG
Markus Jung


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