Re: Polnisch-Wolhynien

Ansgar, Mittwoch, 05.03.2008, 12:58 (vor 6640 Tagen) @ Ralf Bartel

Hallo Ralf

Polnisch Wolhynien....
Auszug aus er Seite http://www.kulturbruecke.kspu.ru/die_wolhyniendeutschen.htm

Das geteilte Wolhynien

Nach dem Abzug der deutschen Truppen 1918 führte Polen Krieg mit den Bolschewiken in Wolhynien, der 1920 mit dem Frieden von Riga endete. Wolhynien wurde in zwei Teile, das westliche Polnisch-Wolhynien und das östliche Sowjet-Wolhynien zerschlagen. In beiden Teilen arbeiteten sich die Kolonisten wieder empor. In Polnisch-Wolhynien machte vielfach die Anerkennung der Besitztitel bei den Behörden Schwierigkeiten, dann aber kehrte normales Leben ein. Auf den Ausbau von Kirche und Schule wurde viel Mühe aufgewandt, auch das Genossenschaftswesen gewann an Boden. Doch blieb zum Schluss auch die Verfolgung des Deutschtums nicht aus und das Lager Beresa-Katuska erwarb traurige Berühmtheit. Auch in Sowjet-Wolhynien kamen die Kolonisten unter dem damals noch milden Regime gut vorwärts und erlebten sogar eine kurze Blütezeit. Das fast geschlossene deutsche Siedlungsgebiet um Heimthal wurde als “Deutscher Rayon Pulin” erklärt, mit deutscher Amtssprache und deutschen Schulen. Eine Statistik aus dem Jahre 1930 weist aus:

1. In Polnisch-Wolhynien leben 48 000 Deutsche in ueber 300 Kolonien, sie besitzen 90 Schulen.

2. In Sowjet-Wolhynien leben 51 000 Deutsche, die ebenfalls 90 Schulen besitzen.

Von den nach Deutschland nach dem 1. Weltkrieg gebrachten 50 000 Wolhyniendeutschen war ein Teil wieder nach Wolhynien zurückgegangen, andere waren mit Hilfe ihrer Verwandten nach Amerika weitergewandert. Als 1939 Polnisch-Wolhynien zu Russland kam, verlangte Deutschland die Herausgabe der dortigen Kolonisten. Man stiess auf Schwierigkeiten, denn es wurde erklärt, es gäbe dort keine Deutschen. Als jedoch ein Verzeichnis der Kolonien mit Angabe der Lage und der Einwohnerzahl vorgelegt und auch eine Stelle des Völkerbundes sich eingeschlagen wurde, entdeckte man 50 000 Kolonisten und entliess sie nach Deutschland. So kam der wolhyniendeutsche Treck in dem sehr kalten Winter 1939/40 zustande.
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Ansgar


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