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Re: Familien Altwasser und Herrendier

Gerhard König ⌂, Donnerstag, 16.02.2006, 20:55 (vor 7359 Tagen) @ Wolfgang Köllner †


Als Antwort auf: Familien Altwasser und Herrendier von Wolfgang Köllner (per Email) am 10. Februar 2006 21:26:09:


Hallo Herr Köllner,

die von Regina empfohlene Webseite haben Sie bereits gefunden und mit dem Autor stehen Sie im Schriftwechsel. Einen besseren Ansprechpartner kann es kaum geben.

Gibt es "Einwohnerlisten" von Kuple (Groß Kuple)?

Vgl. Sie bitte im Leitfaden: im BA Bayreuth liegen die Unterlagen des Lastenausgleichsarchivs und im BA Koblenz ebenfalls entsprechende Einwohnerlisten. Diese beziehen sich auf den Stand von ca. 1939/40 wie am Beispiel der Webseite von William Milner ersichtlich.

Hat jemand Zeichnungen oder andere Unterlagen von Kuple?

Im Wolhynischen Heft Folge 8, S.161-169 schrieb Ludwig Buchholz über die Kolonien Kuple, Kurhany, Samostyschtsche, Wielkopole bei Kostopol mit Einwohnerlisten und Ortsplänen. Dazu gehören vom selben Autor weitere Artikel in der Folge 7 und 9. Diese Hefte sind bestellbar beim Historischen Verein in Wiesentheid. siehe Bestelladresse + Formular

Haben Sie oder andere Hinweise auf den Ort KUPLE oder Groß Kuple; evtl Kartenmaterial
der Ortschaft?

Diese Rubrik ist auf unseren neu gestalteten Webseiten bei wolhynien.de vor wenigen Wochen online gegangen. Nehmen Sie sich die Zeit und Sie werden garantiert fündig.

Transport Nr. 119b Januar 1940 ... Was ist über diese Transporte bekannt und wie liefen
diese ab? Freiwillig oder zwangsweise?

Diesen Transporten liegt der Nichtangriffsvertrag mit den Geheimen Zusatzprotokollen zwischen Ribbentrop und Molotow vom 23. August 1939 zugrunde. Beide Seiten haben darin schriftlich ihre Interessengebiete fixiert. Als Grenze wurde die sog. Demarkationslinie festgelegt, diese entsprach etwa dem Verlauf der Flüsse Narew, Weichsel und San. Acht Tage später begann der deutsche Angriff auf Polen. Am 17. September marschierte die Rote Armee in Polen ein. Der endgültige Grenzverlauf (vgl. Curzon-Linie) wurde im "Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag" am 28. September 1939 festgelegt. Ein Alptraum für die Wolhynier, die noch sehr gut die Verbannung während des 1. Weltkrieges in Erinnerung hatten.

Hierzu kann ich Ihnen die Dissertation von Stephan Döring "Die Umsiedlung der Wolhyniendeutschen in den Jahren 1939 bis 1940", Verlag Peter Lang 2001; Band 3 in der Reihe "Militärhistorische Untersuchungen" empfehlen.

Gerhard König


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