Rückführung nach Wolhynien, Vorsitzender des Dorfrates, Umbenennung von Orten
Hallo,
ich habe einige Fragen, welche jedoch nicht in direktem Zusammenhang stehen. Dennoch möchte ich sie gerne in einem Beitrag stellen.
In Gesprächen mit ehemaligen Wolhyniern habe ich erfahren, dass nach deren Flucht nach Deutschland russische Behörden (NKWD?) versuchten, diese zur Rückkehr nach Wolhynien zu überreden oder gar zu zwingen. Dies soll selbst in westdeutschen, nicht von Russen besetzten Gebieten, stattgefunden haben. Gibt es hierüber weitere Informationen, Erfahrungen oder gar Aufzeichnungen?
Mein Vorfahre Julius Domanske (auch Domanzke, Domanskij o.ä.)
geb. 14.04.1894
getauft 02.05.1894
Heirat 19.10.1921 mit Leokadia Falkenberg
gestorben 14.12.1937 (Hinrichtung)
ist von ca. 1920 bis zu seiner Verschleppung und Hinrichtung 1937, Vorsitzender des Dorfrates (rus. Kopf der Gemeinde) in seinem Heimatort Sulshinowka / Luzi gewesen. Existieren über derartige ?Ämter? Aufzeichnungen?
Anscheinend wurden während der deutschen Besetzung von Wolhynien im 2. Weltkrieg viele Dörfer mit vornehmlich deutscher Bevölkerung umbenannt. So wurde z.B. dem Dorf Sulshinowka der deutsche Name Luzi gegeben. Gibt es hierüber Aufzeichnungen oder eine Eingrenzung, in welcher Zeit welche Dörfer einen ?eingedeutschten? Namen hatten (z.B. 1942-1944)? Wurde diese deutsche Bevölkerung damals in irgendeiner Art erfasst?
Für Hilfe und Antworten bezüglich meiner Fragen wäre ich überaus dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Björn Bergmann
