Re: Benjamin und Ottilie Schröder
Hallo Günter,
kann es sein, dass Deine Familie in den 1930er Jahren in einem anderen Ort gelebt hat?
Im Nachlass von Hugo Karl Schmidt befinden sich Aufzeichnungen, die zum späteren Lastenausgleich genutzt wurden. Darin werden Deine Namen in keinem der Orte Czarne Lozy oder Czarna Loza genannt.
Aber in der etwas weiter in Richtung Dubno liegenden Kolonie Adamowka werden die Grundstücksbesitzer (ohne Anträge) Benjamin Schröder und Gustav Mandau genannt.
Zur Erklärung: der Eintrag ohne Anträge bezieht sich auf Personen, die keinen Antrag auf Lastenausgleich gestellt haben (weil vielleicht schon verstorben) oder einen solchen Antrag nicht stellen konnten (weil in den 1950er Jahren nicht in der damaligen Bundesrepublik wohnhaft).
Können dies Deine Familienangehörigen sein?
Wenn ja, lies bitte im Leitfaden zum Bundesarchiv Bayreuth. Als direkter Nachfahre kannst Du eine Kopie der vorhandenen Unterlagen Deiner Großeltern erfragen und erwerben.
die originalen Unterlagen auf Flucht 1939 verloren gegangen waren.
Im Jahr 1940 waren sie sehr wahrscheinlich in einem EWZ-Aufnahmelager. Dort wurden sippenkundliche Fragebögen und EWZ-Unterlagen erstellt. Beides findest Du ebenfalls ausführlich im Leitfaden erklärt. Diese Dokumente kannst Du im Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde erfragen.
Auch habe ich hunderte Seiten aus den Kirchenbüchern durchgesehen.
Momentan wirst Du bei den Kirchenbüchern im Internet nichts finden. Dubno gehörte vor 1936 zum Kirchspiel Rowno. Die bekannten Bücher von Rowno sind nur im Archiv Rowno einsehbar. Vor 1902 gehörte die Region zum Kirchspiel Tutschin. Und hier sind die Kirchenbücher vor 1900 unbekannt.
gerhard
gesamter Thread:
- Benjamin und Ottilie Schröder -
Günter Lachmann,
29.02.2016, 13:27
- Re: Benjamin und Ottilie Schröder - Gerhard König, 07.03.2016, 20:27
