Re: FN KENSCHE, RINAS
davor haben meine Vorfahren in Schitomir gelebt (zwischen 1800 und 1890)
Hallo Horst,
in den wolhynischen Kirchenbüchern finde ich auf die Schnelle nur eine Familie KENSCHE, nachweisbar in Wolhynien ab 1872. Sie lebte in Heimthal, die Kinder Hermann Friedrich, Karl Heinrich, Maria Ottilie und Paul Oskar wurden dort getauft. Sind das deine Vorfahren? Welche Belege hast du, dass sie bereits ab 1800 in Wolhynien gelebt haben - was eher ungewöhnlich wäre - oder ist das nur eine mündliche Überlieferung in deiner Familie?
Die von dir genannte Familie RIENAS mit den Söhnen Ernst, Gustav und Theodor lebte zunächst, wenn man von den Geburtseinträgen ausgeht, westlich von Rowno und zog dann in die Gegend westlich von Nowograd Wolynsk, grob gesagt. Sie hat bis 1885 NICHT in Heimthal gelebt, danach läßt sich nichts nachweisen, weil die Kirchenbücher fehlen. Daß diese Familie vor 1927 nach Deutschland umgesiedelt ist, hast du sicher nicht belegt, oder?
Ernst Rienas ... Seine Eltern waren Samuel Rienas (geb. 10.08.1836) sowie Marianne Winter (Hochtzeit 26.09.1880 Zhitomir).
Das mit der Hochzeit stimmt nicht. Im Index steht "Bride Given Name Illegible" und du hast da einfach Marianne eingesetzt. Ich habe den Originaleintrag vorliegen: die Braut hieß Julianna Winter, das ist also ein anderes Paar.
In der Familienforschung sollte man nichts konstruieren, weil es passen könnte, ansonsten gerät man schnell auf eine falsche Spur. Man geht von dem aus, was bekannt ist und was man mit Urkunden belegen kann.
Dieser Ernst RIENAS, den du da gefunden hast, passt in meinen Augen schon mal nicht ins Gesamtbild: er wäre 26 Jahre älter als deine Urgroßmutter und bei der Geburt deines Großvaters ein 49jähriger verlobter Mann
? Aber selbst, wenn es "passen" würde, wie ich schon gerade schrieb, so funktioniert Familienforschung nicht.
Als ich, am Beginn meiner Familienforschung, nach der Geburt meines Großvaters Emil KOPETZKI suchte, war ich ganz begeistert, ihn im Kirchenbuch von 1885 zu finden. Ich nahm automatisch an, daß es der richtige ist - so ein seltener Name! Aber mir fehlt der Heiratseintrag meiner Großeltern, um ihn sicher zuzuordnen, denn dort müßten die Namen seiner Eltern drinstehen. Inzwischen weiß ich, daß er es NICHT ist, es lebten zur gleichen Zeit 3 Emil KOPETZKI in der gleichen Gegend, zwei davon sogar im selben Ort, und ich bin immer noch nicht weiter...
Ob du jemals herausfinden wirst, wer der Vater deines Großvaters war, weiß ich nicht, aber du mußt mit deiner Suche definitiv in Deutschland beginnen, nicht in Wolhynien. Hast du bereits ALLE Urkunden (samt Beiakten) gesichtet, die deinen Großvater betreffen: Sterbe-, Heirats- und Geburtsurkunde? Vielleicht hast du ja Glück, daß es irgendwo einen eindeutig Hinweis auf seinen Vater gibt. Alles andere wären Mutmaßungen.
Gruß, Irene
PS: Wann kam die Familie KENSCHE nach Deutschland? Du kannst nach Einbürgerungsakten für die Familie suchen, um die Familiengeschichte besser zu belegen. Zwischen der Ankunft in Deutschland und der Einbürgerung vergingen aber oft Jahre, man sollte darum immer über einen größeren Zeitraum suchen (lassen). Stefan Rückling gab den Hinweis, daß im Geheimen Staatsarchiv Berlin Rückwanderer in einer (unvollständigen) Datenbank indexiert sind, dort könntest du mit deiner Suche beginnen.
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- Rinas Rienas Renas -
Horst Kensche,
23.02.2016, 12:52
- Re: Rinas Rienas Renas - Ansgar Mantey, 23.02.2016, 13:58
- Re: FN KENSCHE, RINAS -
Irene König,
24.02.2016, 01:07
- Re: FN KENSCHE, RINAS -
Horst Kensche,
25.02.2016, 13:50
- Re: FN KENSCHE, RINAS -
Irene König,
26.02.2016, 18:31
- Re: FN KENSCHE, RINAS -
Horst Kensche,
26.02.2016, 18:49
- Re: FN KENSCHE, RINAS - Irene König, 27.02.2016, 12:50
- Re: FN KENSCHE, RINAS -
Horst Kensche,
26.02.2016, 18:49
- Re: FN KENSCHE, RINAS -
Irene König,
26.02.2016, 18:31
- Re: FN KENSCHE, RINAS -
Horst Kensche,
25.02.2016, 13:50
