Ortssuche Tschernolosa Rajon Dubno

Günter Lachmann @, Mittwoch, 17.02.2016, 16:28 (vor 3778 Tagen)

Durch den Kontakt mit Herrn Manz aus Gernrode weckte bei mir das Interesse nach dem Ort der Familie meiner Mutter zu suchen. Leider fand ich im Internet mehrere mögliche Orte bei Dubno b.s.w. unterschiedlicher Schreibweise.
Mein Opa hieß Benjamin Schröder und hatte nach dem 1.Wk.den Hof seines Vaters übernommen.
Ich habe nur Info aus den Erzählungen meiner Familie und der Heiratsurkunde meiner Mutter.
Dort steht der GO. Tschernolosa Rajon Dubno und dass die originalen Unterlagen auf Flucht 1939 verloren gegangen waren.
Die Schreibweise könnte auch nicht richtig sein.
Im Internet hatte ich in einem Kirchenspiel einen ähnlichen Ort mit ca. 50 Mitgliedern gefunden.

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Re: Ortssuche Tschernolosa Rajon Dubno

Gerhard König ⌂, Mittwoch, 17.02.2016, 19:15 (vor 3778 Tagen) @ Günter Lachmann

Hallo Günter, :welcome: im Wolhynien-Forum.

Regina beschrieb die Ortslage von Tschernolosa im Ujesd Dubno in ihrem Beitrag vom 15.11.2009. Die alten Verlinkungen habe ich eben korrigiert und funktionieren wieder.

Nun war ich mal neugierig, ob von dem Ort heute noch etwas im Luftbild zu sehen ist. Die ehemalige Nachbarkolonie Podwysokie existiert heute noch, aber von Tschernolosa ist nichts mehr zu sehen. In der Karte einfach mal Vergrößern bzw. Verkleinern und auf Satellit umschalten:

[map]50.3256003,25.3758893&info=Lage der ehemaligen Kolonie Łoza Czarna (rus. Черная-Лоза).[/map]

Kam dein Familienzweig Lachmann auch aus Wolhynien?

gerhard

Re: Ortssuche Tschernolosa Rajon Dubno

Günter Lachmann @, Donnerstag, 18.02.2016, 16:18 (vor 3777 Tagen) @ Gerhard König

Hallo Gerhard!

Danke für deine schnelle Antwort.
Diesen Ort hatte ich auch schon entdeckt, war mir aber nicht sicher. Es deckt sich aber mit Erzählungen von meinem Onkel Hermann Schröder. Er war Ende der 80ige Jahre mit einer Busreise dort. Da er nur polnisch sprach bat er den Busfahrer einen Mann nach 3 seiner Schulfreunde zu fragen.

Dieser Mann war einer seiner Jugendfreunde und trug mit einem Trageholz 2 Eimer Wasser zu seiner Hütte. Das Wasser holte er von dem Brunnen, welchen min Opa gegraben hatte. Der Mann lebte in einer Hütte von ca. 4.5. und hatte dort eine sehr bescheidene Einrichtung.

Mein Onkel fragte ihm nach dem grossen Anwesen seiner Familie, vom Onkel seiner Familie und von dem meines Opas daneben. Dort war zu diesem Zeitpunkt nur Wiese.
Sein Schulfreund sagte ihm, dass nach dem Krieg alles ganz war. Dann kamen die Russen und hätten alles platt planiert.
Auch das was Oma und Opa aus dieser Zeit erzählt hatten war immer interessant. Gruß Günter.

Re: Ortssuche Tschernolosa Rajon Dubno

Günter Lachmann @, Donnerstag, 18.02.2016, 16:56 (vor 3777 Tagen) @ Gerhard König

Hallo Gerhard!
Ich hatte vor Freude über deine schnelle Nachricht deine Frage vergessen.
Mein Opa väterlicherseits kam mit 13 Jahren als armer Leinewebersohn aus Görlitz auf das Rittergut in Schieben bei Naumburg. In der Namensforschung stammt der Name Lachmann zusammen mit Lochmann und Lache offenbar aus dem oberschlesischen.

Dieser Opa hatte uns Kindern sehr wenig aus Görlitz erzählt. Er war einer von 9 Kindern und wurde nach dem Krieg als 1. Bürgermeister rausgeschmissen, weil er die Teilung von Görlitz nicht verstehen wollte. Offenbar hatte er auch nicht den Verlust seiner Heimat verkraftet.

Dafür hatte meine Oma Otilie Schröder um so mehr von Wolhynien erzählt. Viel von deren Leben dort. Auch, dass sie 1905 nach Sibirien verbannt wurden. Ein Teil der Familie verpasste nach der Rückkehr in Belgien die Titanik um 14 Tage, da der Onkel das Pferdefuhrwerk erst verkaufen musste.
Wir haben durch die Geschichte Verwandte u.a. in Amerika und Grusinien.

Danke Günter.

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