Lageentwicklung der Kantoratsschulen

Johanna Nagel @, Dienstag, 12.01.2016, 14:36 (vor 3814 Tagen)

Hallo,
ich lese gerade über die Geschichte der Deutschen im Raum Łódź.
Nach dem zweiten polnichen Aufstand 1863 wurde Mittelpolen schließlich Teil Russlands. Damit setzte auch eine Russifizierung der Schulen, und damit auch der deutschen Schulen ein. Waren die Lehrer der Kantoratsschulen bisher in der Regel ohne besondere Ausbildung gewesen und hatten zumeist ein Handwerk im Nebenerwerb betrieben, wurde nun erstmals eine geregelte Lehrerausbildung möglich. 1871 wurde die Unterrichtssprache für die Lehrer dort allerdings Russisch, nur Religion und Deutsch wurden weiterhin auf deutsch unterrichtet. 1871 wurde die Unterrichtssprache in den deutschen Schulen ebenfalls russisch. Deutsch war nur noch ein Nebenfach. Die Lehrer der Kantoratsschulen mussten sich ab 1871 einer russischen Sprachprüfung unterziehen, und im Jahr darauf wurde verpflichtender Russischunterricht eingeführt. Die Pfarrer wurden aufgefordert, bei ihren Schulbesuchen die Russischkenntnisse der Kinder zu überprüfen. Ab 1870 erfolgte außerdem die Umwandlung zahlreicher – kirchlicher – Kantoratsschulen in – staatliche – Elementarschulen.

Gab es in Wolhynienen zu dieser Zeit eine parallele Entwicklung, oder genossen die Wolhynienendeutschen noch Sonderrechte gegenüber ihren mittlerweilen russischen Landsleuten in Mittelpolen?

Re: Lageentwicklung der Kantoratsschulen

Thomas Jahn @, Freitag, 13.01.2017, 16:44 (vor 3447 Tagen) @ Johanna Nagel

Hallo Johanna, laut informationen meiner Fam. Klimke.
Ich bin ein geb. Klimke soll in Lodz ein gewisser Heinrich Klimke an einer Schule auch Unterrichtet haben.
Er war mein Ur-Opa.
Gibt es dazu informationen.?

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