FN Appel/Apel Rückkehrer

Gabi Schmidt-Appel @, Montag, 11.01.2016, 19:58 (vor 3814 Tagen)

Hallo,
ich beschäftige mich erst seit kurzer Zeit mit der Ahnenforschung.

In den Kirchenbüchern von Wolhynien habe ich bereits einiges gefunden, bin aber auch dankbar über jede Information zu den Familiennamen Appel/Apel/Appelt/Apelt.

Mein Opa Adolf Appel wurde 1906 in Lukow, Kreis Wladimir-Wolynsk geboren, ist später mit seinen Eltern nach Ostpreussen übersiedelt und 1945 nach Westdeutschland geflohen.

Mich interessiert, ob man herausfinden kann, wann eine Übersiedlung von Wolhynien nach Ostpreussen erfolgte. Ich habe eine Kopie einer Taufbescheinigung meines Opas aus dem Jahr 1916, ausgestellt von der ev.luth. Kirche zu Rozyszcz. Also müsste er zu diesem Zeitpunkt noch in Wolhynien gelebt haben. Weiterhin habe ich eine Abschrift einer Einbürgerungsurkunde vom 22.10.1925, ausgestellt in Gumbinnen/Ostpreussen. Darin wird bestätigt, dass die Eltern Wilhelm Appel und Katharina geb. Reschke sowie die Kinder Adolf und Emma, beide geboren 1906 mit dem Zeitpunkt der Aushändigung der Urkunde die Staatsbürgerschaft in Preußen durch Einbürgerung erworben haben.

Eine Schwester meines Opas hat bereits 1921 in Ostpreussen geheiratet.
Deshalb gehe ich davon aus, dass mein Opa in der Zeit zwischen 1916 und 1921 nach Ostpreussen gekommen ist.

Für Informationen wäre ich dankbar.

Grüße
Gabi

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Re: FN Appel/Apel Rückkehrer

Regina Steffensen, Montag, 11.01.2016, 23:42 (vor 3814 Tagen) @ Gabi Schmidt-Appel

Hallo Gabi,

herzlich willkommen im Wolhynien-Forum ! :yes:

Mich interessiert, ob man herausfinden kann, wann eine Übersiedlung von Wolhynien nach
Ostpreussen erfolgte.

Du hast die mögliche Zeit der Umsiedlung ja schon gut eingegrenzt. Eigentlich sind die meisten deutschstämmigen Wolhynier schon 1915 in die Verbannung geschickt worden, vermutlich ist Deine Familie also 1915 oder früher nach Ostpreussen gegangen und der Geburtsauszug ist von dort aus angefordert worden. In der Zeit der Verbannung 1915-1918 war kein Pastor in Rozyszcze, Urkunden wurden nach unserer Kenntnis von einem Kirchensekretär BRUNSCH ausgestellt. Könnten wir von der Urkunde eine Kopie/Scan bekommen ? Dann würde ich Dir meine E-Mailadresse schicken.

Es gibt keine Tabellen oder Aufstellungen, aus denen man sicher erkennen kann, wann jemand nach Ostpreussen gegangen ist, außer unvollständige Listen der Flüchtlingsfamilien und Flüchtlinge 1916-1919 in der "Heimkehr" ( = Halbmonatsschrift für die Bewohner der deutschen Auslandssiedlungen und ihre in das Deutsche Reich zurückgewanderten Heimatgenossen). In diesen Listen habe ich folgenden Eintrag gefunden:

Nr. 2266 APPEL, Wilhelm mit Ehefrau Katharine und 5 Kindern aus Janow nach Wilisaß bei Kgl. Neudorf in Westpreußen [Jahrgang 1917/18, Nr. 20, Seite 272]

Diese Familie ist allerdings nach Westpreußen gegangen. Die Anzahl der Kinder könnte stimmen, denn ich habe in den Kirchenbüchern noch fünf gefunden, davon sind zwei als Kleinkinder gestorben. Macht also drei lebende plus Adolf und Emma, sind wir wieder bei fünf. Die Einbürgerungsurkunde enthält nur die Kinder, die zum Zeitpunkt der Einbürgerung noch minderjährig waren.

Dieselbe Seite in der Zeitschrift "Heimkehr" enthält noch den Eintrag für eine Familie APPEL aus Ledachow:

Nr. 2271: APPEL, Ludwig und Ehefrau Alwine mit 4 Kindern aus Ledachow nach Bernikow, Kreis Königsberg, Region Brandenburg

Zwei Geschwister Deines Großvaters Adolf APPEL sind in Leshachow geboren.

Regina

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Re: FN Appel/Apel Rückkehrer

Gabi Schmidt-Appel @, Dienstag, 12.01.2016, 14:30 (vor 3814 Tagen) @ Regina Steffensen

Hallo Regina,

vielen Dank für die Antwort.

Ich kann Dir einen Scan der Taufbescheinigung schicken, wenn Du mir Deine
E-Mailadresse schickst.

Die Nr. 2266 aus der "Heimkehr" könnten die richtigen sein. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die Familie direkt nach Darkehmen/Ostpreussen ausgewandert ist. Dies scheint nicht der Fall zu sein.

Wilhelm und Katharina Appel hatten insgesamt 9 Kinder, wovon 3 Kinder im Kleinkindalter starben. Die älteste Tochter Emilie *1891 heiratet 1913 noch in Wolhynien (Zuraweze/Wladimir) einen Adolf Frei. Das erste Kind wurd 1914 noch dort geboren. Das zweite Kind ist allerdings 1916 in Villisaß/Kulm Westpreussen geboren. Somit liegt der Verdacht nahe, dass auch die übrige Familie (Eltern und Geschwister) zunächst nach Westpreussen gelangt sind.

Dies würde dann zum Eintrag Nr. 2266 in der "Heimkehr" passen.

Kannst Du nachschauen, ob auch Emilie und Adolf Frei in der "Heimkehr" aufgeführt sind.

Gruß
Gabi

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Re: FN Appel/Apel Rückkehrer

Regina Steffensen, Dienstag, 12.01.2016, 23:29 (vor 3813 Tagen) @ Gabi Schmidt-Appel

Hallo Gabi,

Ich kann Dir einen Scan der Taufbescheinigung schicken, wenn Du mir Deine E-Mailadresse schickst.

Dankeschön, das mache ich gleich !

Kannst Du nachschauen, ob auch Emilie und Adolf Frei in der "Heimkehr" aufgeführt sind.

Nr. 4351 FREI, Adolf mit Ehefrau Emilie und 1 Kind aus Janow nach Swiebno, Post Noldau in Schlesien [Jahrgang 1918, Nr. 9, Seite 112]

Emilie ist mit ihrem Ehemann und dem ersten Kind also zuerst nach Schlesien gegangen, dann vor der Geburt des 2. Kindes nach Villisaß in Westpreußen, dem Ort, in dem auch ihre Eltern zu dem Zeitpunkt lebten.

Regina

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Re: FN Appel/Apel Rückkehrer

Gabi Schmidt-Appel @, Mittwoch, 13.01.2016, 10:24 (vor 3813 Tagen) @ Regina Steffensen

Hallo Regina,

vielen Dank für die Info. ...und wieder ein Teilchen im Puzzle Ahnenforschung gefunden.:-)

Liegt Swiebno, Post Noldau wirklich in Schlesien? Ich habe ein Swibno in der Nähe von Danzig gefunden. Das würde, denke ich, besser dazu passen, da sie hinterher in Villisaß lebten.

Kann man eigentlich feststellen, wann die Übersiedlung erfolgte? Oder ist der Jahrgang der Zeitschrift ein Hinweis auf das Übersiedlungsjahr?

Gruß
Gabi

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Re: Swiebno, Post Noldau / Schlesien

Irene König ⌂ @, Mittwoch, 13.01.2016, 19:24 (vor 3812 Tagen) @ Gabi Schmidt-Appel

Liegt Swiebno, Post Noldau wirklich in Schlesien...

Hallo Gabi,
so hat es Adolf Frei angegeben, warum sollte es also nicht stimmen? Dass Noldau (heute: Domaszowice) in Schlesien lag, kannst du zum Beispiel hier nachlesen.

Świbne liegt nördlich von Domaszowice (Noldau) - ein winziger Ort mit nur wenigen Häusern, das wird auch der Grund gewesen sein, dass es den Adresszusatz "Post Noldau" gab, ansonsten war der Ort kaum zu finden.
[map]51.0628736,17.8447474&info=Świbne / Swiebno, Post Noldau[/map]

Hier der Link zu einer historischen Karte: P44 S26 Rychtal i Byczyna (Pitschen)
http://igrek.amzp.pl/mapindex.php?cat=WIG100&ext=15,52,20,50

Gruß, Irene

Re: Swiebno, Post Noldau / Schlesien

Gabi Schmidt-Appel @, Mittwoch, 13.01.2016, 19:52 (vor 3812 Tagen) @ Irene König

Hallo Ingrid,

vielen Dank für die Info.

Ich hatte nur überlegt, warum die Tochter zunächst nach Schlesien übersiedelt, obwohl die Eltern wahrscheinlich schon nach Westpreussen übersiedelt waren. Aber vielleicht ist es umgekehrt und Emilie Frei ist mit ihrer Familie zuerst umgesiedelt und die Eltern sind nachgezogen.

Fest steht jedenfalls, dass das 2. Kind von Emilie und Adolf Frei am 24.09.1916 in Villisaß/Kulm in Westpreußen geboren wurde.

Deshalb wäre es interessant zu erfahren, ob es möglich ist, anhand der Zeitschrift "Heimkehr" herauszufinden, wann die Übersiedlung erfolgte.

Gruß
Gabi

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Re: Datum der Übersiedlung in "Heimkehr" feststellbar ?

Regina Steffensen, Mittwoch, 13.01.2016, 21:35 (vor 3812 Tagen) @ Gabi Schmidt-Appel

Hallo Gabi,

… ob es möglich ist, anhand der Zeitschrift "Heimkehr" herauszufinden, wann die Übersiedlung
erfolgte.

Das ist leider nicht möglich. Die Zeitschrift "Heimkehr" wurde von dem "Fürsorgeverein für Deutsche Rückwanderer" herausgegeben, der den Wolhyniern bei der Übersiedlung geholfen und sie in der Regel als Landarbeiter angeworben hat. In der "Heimkehr" hat der Verein nur vier Jahre lang (1916-1919) Namen dieser "Rückwanderer" veröffentlicht, einige chronologisch, andere alphabetisch, viele gar nicht. Ist ein Eintrag also zum Beispiel in einer Ausgabe im August 1918 erschienen (wie bei der FREI-Familie), kann man nur sagen, daß die Übersiedlung vor diesem Zeitpunkt stattgefunden haben muß !

Regina

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Re: Datum der Übersiedlung in "Heimkehr" feststellbar ?

Gabi Schmidt-Appel @, Freitag, 15.01.2016, 11:45 (vor 3811 Tagen) @ Regina Steffensen

Hallo,

vielen Dank für die informativen Rückmeldungen!

Gruß
Gabi

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Re: Familie Adolf Frei

Gerhard König ⌂, Mittwoch, 13.01.2016, 00:28 (vor 3813 Tagen) @ Gabi Schmidt-Appel

Hallo Gabi,

bin mal neugierig: hast Du zu dem Adolf FREI auch die Namen seiner Eltern?

gerhard

Re: Familie Adolf Frei

Ansgar Mantey, Mittwoch, 13.01.2016, 08:37 (vor 3813 Tagen) @ Gerhard König

Hallo Gerhard

Die Eltern von Adolph Frei sind meinen Kenntnisstand nach Gottfried Frei und Ottilie Weiss.

mfg

Ansgar

Re: Familie Adolf Frei

Gabi Schmidt-Appel @, Mittwoch, 13.01.2016, 09:47 (vor 3813 Tagen) @ Ansgar Mantey

Hallo Gerhard,

das ist auch mein Kenntnisstand.

Adolf Frei wurde am 06.07.1892 in Alexandrowka/Wladimir geboren.

Gruß
Gabi

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Re: Familie Adolf Frei

Gerhard König ⌂, Mittwoch, 13.01.2016, 10:50 (vor 3813 Tagen) @ Ansgar Mantey

Hallo Ansgar & Gabi,

schade, es sind andere Namen. Hier Vater & Großvater zu meinem Adolf FREI:

Gottlieb FREI (*1862 †1936) oo 1884 mit Julianna STECKLER (*1866)
Daniel FREI oo Christine FITZ (*1834 †1884)

gerhard

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