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Jörg Wollenberg @, Sonntag, 06.12.2015, 16:11 (vor 3854 Tagen)

Hallo Herr König,
da mir die Rückwanderungslisten aus Wolhynien nicht zugänglich sind, bitte ich um Hilfe bei der Suche von meinen Vorfahren.
Ich suche Auskünfte zu:
Johanna Steinhauer, geb. Link, geb, am 09.01.1896 im Gebiet Nowgorod-Wolynsk, im Ort Ewenewka oder s.ä..Sie muß etwa 1918/1919 zurückgekommen sein und hat dann in Luhme, Land Brandenburg, gewohnt.
Ihr Vater ist Johann Link, geb. etwa 1850, ihre Mutter ist Rosalie Link, geb. Zinn, geb. am 11.05.1852.
Mit ihr zurück sind noch Lydia Link und wahrscheinlich Reinhold Link gekommen.
Vielleicht finden Sie oder andere Mitglieder des Forums einige Fakten dazu.
Vielen Dank,
Jörg

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Re: Familie LINK aus Emilewka, Nowograd-Wolynsk

Regina Steffensen, Montag, 07.12.2015, 20:44 (vor 3853 Tagen) @ Jörg Wollenberg

Hallo Jörg,

da mir die Rückwanderungslisten aus Wolhynien nicht zugänglich sind, ..

die Flüchtlingslisten aus der "Heimkehr (Halbmonatsschrift für die Bewohner der deutschen Auslandsiedlungen und ihre in das Deutsche Reich zurückgewanderten Heimatgenossen)" sind unvollständig und enthalten keine Personen, die zu den Angaben aus Deinem Posting passen.

.. im Gebiet Nowgorod-Wolynsk, im Ort Ewenewka oder s.ä..

nicht "Ewenewka", sondern Emilewka im Ujesd Nowograd-Wolynsk, auf der Stumpp-Karte im Quadrat D4 zu finden.

War Deine Familie evangelisch ? Emilewka gehörte ab 1889 zum evangelisch-lutherischen Kirchspiel Nowograd-Wolynsk, davor zum Kirchspiel Shitomir. Wie Du auf dieser Seite sehen kannst, sind für das Kirchspiel Nowograd-Wolynsk erst ab 1900 Kirchenbücher erhalten (im Archiv in Shitomir), die Jahrgänge davor gelten als verschollen.

Johanna Steinhauer, geb. Link, … Sie muß etwa 1918/1919 zurückgekommen sein und hat dann in Luhme, Land Brandenburg, gewohnt.

Auch "Rückwanderer", die zwischen den Weltkriegen nach Deutschland gekommen sind, haben oft ihre Einbürgerung beantragt ! Nach den betreffenden Akten müßte man dann in den zuständigen Stadt- oder Landesarchiven suchen. Ich habe z. B. die Einbürgerungsakte meines Großvaters im Landesarchiv Schleswig gefunden. Die Akten enthalten auch Hinweise zur Familie und den Vorfahren.

Hatte Johanna einen Bruder mit dem Namen Julius ? In dem Buch "Liquidation wolhyniendeutschen Eigentums in den Jahren 1915/16 - Namenslisten" von Dr. Mychajlo Kostiuk [Info] habe ich auf Seite 594 einen Eintrag zur Familie LINK aus Emilewka gefunden:

Nr. 933 Julius LINK (Vater: Johann) aus Kolonie Emilewka, Ujesd Nowograd-Wolynsk

Mit ihr zurück sind noch Lydia Link und wahrscheinlich Reinhold Link gekommen.

Eine mögliche Nachfahrin von Reinhold LINK hat sich ja schon bei Dir gemeldet, hier der Beitrag von Marina Stützberger vom 05.06.2015.

Regina

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Re: Familie LINK aus Ewenewka

Jörg Wollenberg @, Mittwoch, 16.12.2015, 16:23 (vor 3844 Tagen) @ Regina Steffensen

Hallo Regina,
vielen Dank für Deine Mühe. Ich bitte Dich, mal nachzusehen, ob in den Unterlagen folgendes Dorf vorhanden ist:
Ewenewka, Amtsbezirk Romanowski, Kreis Nowgorod-Wolynski, Gouvernement Wolynsk.
Wenn nicht Ewenewka dann Eugenewka.
In meinen Originaldokumenten gibt man einmal so den Geburtsort an und auch als Emilewka.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg

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Re: Jewgenewka / Eugenowka

Irene König ⌂ @, Donnerstag, 17.12.2015, 21:08 (vor 3843 Tagen) @ Jörg Wollenberg

Hallo Jörg,

am wahrscheinlichsten handelt es sich bei deiner Ortssuche um Eugenowka, in der russischen Ortsliste von 1906 geführt als Kolonie Jewgenewka / Евгенiевка, Wolost Romanow, Ujesd Nowograd Wolynsk. 439 Einwohner in 56 Gehöften, 10 Werst bis Nowograd Wolynsk.

Du findest die Kolonie nicht weit von Nowograd Wolynsk, in östlicher Richtung, z. B. auf der Teilkarte
P46 S45 Zwiahel
http://igrek.amzp.pl/mapindex.php?cat=WIG100&ext=24,51,29,49

Regina hat dir schon Hinweise gegeben, wo du nach Unterlagen über die "Rückwanderung" suchen kannst. In einem früheren Posting schreibst du, die Familie wäre im Raum Prenzlau angekommen, von daher wäre wohl auch eine Anfrage an das Geheimen Staatsarchiv in Berlin-Dahlem anzuraten. Infos findest du in unserem Leitfaden unter Punkt 1.1.3 und im Aufsatz von Oliver Günther zum Thema: Die Rückwanderung nach Deutschland vor 1918.

Auch im Bundesarchives in Berlin-Lichterfelde gibt es wohl Unterlagen über Rückwanderer, wie Stefan Rückling hier beschreibt, diese sind aber nicht indiziert.

Gruß, Irene

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