Mein Vater Johann Netzle war zuletzt im Kriegefangenenlager in Kowel.
Die letze Nachricht stammt vom vom 15.Oktober 1945. Seither ist er vermisst. suche Menschen die Kontakt mit ihm hatten, in diesem Gefangenlager waren.
Re: Kriegsgefangenlager in Kowel
Irene König
, Mittwoch, 25.03.2009, 14:07 (vor 6260 Tagen) @ Ursula Volbehr
Hallo Ursula,
ist es denkbar, daß Dein Vater in dem Lager verstorben ist? Dann wäre es einen Versuch wert, Einblick in das Kirchenbuch (1945-1946) des Kriegsgefangenenlagers zu bekommen. Oder hast Du das schon getan? Das Buch wurde von den Mormonen verfilmt, aber es kann sein, daß dieser Film für Deutschland gesperrt ist.
Ich meine, daß das Buch (eigentlich nur ein dünnes Heft) vom Kirchenbuchamt Hannover an das Evangelische Zentralarchiv Berlin abgegeben wurde. Dort durften wir nur einen Blick aus zwei Metern Entfernung auf das Büchlein werfen und natürlich nicht hineinsehen, aus Datenschutzgründen. Aber da es sich um Deinen Vater handelt, würdest Du sicher Auskunft bekommen, wenn er dort verzeichnet ist.
Irene
Re: Kriegsgefangenlager in Kowel
Ursula Volbehr
, Mittwoch, 25.03.2009, 17:09 (vor 6260 Tagen) @ Irene König
Vielen Dank für den Hinweis, ich habe schon alle möglichen offiziellen Behörden kontaktiert ohne Erfolg- angeblich ist er schwer krank noch in das Lazarett in Kowel gekommen und dort circa 15. März gestorben, und auf dem Lazarett friedhof begraben. Es gibt aber keine offizielle Todesnachricht. Ich selbst war vor einigen Jahren in Kowel ohne Erfolg, ich werde also deinem Hinweis nachgehen, Ursula Volbehr
Re: Kriegsgefangenlager in Kowel
Ansgar Mantey
, Mittwoch, 25.03.2009, 20:54 (vor 6260 Tagen) @ Ursula Volbehr
Hallo Ursula
Schreibe das Archiv Sonderarchiv Moskau an. Am besten in russisch.
Teile ihnen alle Fakten mit. - Name, Vorname, Geburtsdatum, Lager vermutlicher Todeszeitpunkt, einfach alles was du weißt.
Stelle ebenfalls eine Suchanfrage an DRK Suchdienst. Auch wenn Du es schon gemacht hast, stelle trotzdem eine zweite Anfrage....
Ich habe nach relativ kurzer Zeit positive Nachricht aus dem russischen Archiv über den Suchdienst des DRKs erhalten...Unterlagen wurden kostenfrei per Kriegsgefangenenpost zu gestellt.
Und nun viel Glück
mfg
Ansgar
Re: Kriegsgefangenlager in Kowel
Irene König
, Donnerstag, 26.03.2009, 20:47 (vor 6259 Tagen) @ Ursula Volbehr
... ich habe schon alle möglichen offiziellen Behörden kontaktiert ...
Hallo Ursula,
dann stammt der Eintrag beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wohl von Dir? Dort steht, daß Johann Netzle noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt wurde.
In einem anderen Forum fand ich den Hinweis, daß sich das Lazarett im Krankenhaus von Kowel befand. Verstorbene wurden im Garten vor dem Krankenhaus bestattet. Gegen Ende des Krieges wurde das Krankenhaus komplett zerstört und beim Wiederaufbau die Toten auf den örtlichen Friedhof in ein Massengrab umgebettet.
Irene
